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Aspies fit for future


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© 1990-2011 Rolf Reinhold
Created at 20 Oct 2009

 

 

"Was auch immer Sie tun, 
es ist jedesmal Ihre eigene Entscheidung, ... ausnahmslos!"

Unternehmenszweck der Fitforfuture KG ist "Entwicklung, Verbreitung und Umsetzung zukunftstraechtiger Konzepte"

Auch hier wieder, wie auch auf den philosophischen Sites der Fitforfuture KG, noch einmal deutlich: Sehr wohl verknuepfe ich existenzielle und finanzielle Interessen mit dem, was ich HIER im Rahmen der Firma Fitforfuture schreibe. Dazu betone ich, dass ich nachweisbar in den letzten 14 Jahren unter aeuszerst eingeschraenkten finanziellen Bedingungen gelebt habe und immer noch lebe. Sowohl mein "Relationalhonorar", das sich an den Einkommensverhaeltnissen meiner Klienten orientiert, als auch meine Bereitschaft, "auf Gegenseitigkeitsbasis" arbeiten zu wollen, sprechen meines Erachtens gegen die Bezeichnung "(rein) kommerzielles Interesse". Im uebrigen strebe ich an, die Fitforfuture KG (Unternehmenszweck der Fitforfuture KG ist "Entwicklung, Verbreitung und Umsetzung zukunftstraechtiger Konzepte") in eine Stiftung umzuwandeln, aus der die Investoren lediglich "relational angemessene Zuschuesse zum Lebensunterhalt" erhalten. (07.11.2010)


Aspies fit for future

ASP = Autonomistic Spectrum People ...

... ergibt fuer mich
DIE zentrale Grundfrage "sich einfuegen koennen":
  1. WO, in welchen Situationen WILL ich mich mich NICHT EINFUEGEN, 
  2. WO KANN ich es nicht und 
  3. WO MOECHTE ICH MICH EINFUEGEN KOENNEN ... mit der "Gretchenfrage"
  4. WIE KANN ICH DAS BEWERKSTELLIGEN?
,,, mit der naechsten Grundfrage "Wie komme ich in meinem Alltag klar?".

... offene Ueberlegungen, offene Fragen, offene Antworten fuer alle 'offensichtlich eigenwilligen' Menschen ...

... mit den 'Hauptgedanken', dass 'Anpassung' SCHADET,
...
 jeder Versuch dazu 'daneben geht',
... mindestens 'hochsensitiv' und 'eigenwillig' allen ASPies gemeinsam sind, und

... 'lebenslang lernen' fuer Aspies wichtiger ist als fuer andere Menschen.

Das sogenannte "Autismusspektrum" erweitere ich auf das 'Hochsensitivenspektrum',
den Terminus "Autismus" auf 'mutistisch alexithyme Erscheinungsformen'.

Mir geht es darum,
  • anderen ASPies eine 'ASPigemachte Sicht' als Alternative zu den herkoemmlich psychiatrisch gepraegten Sichten zu eroeffnen,  
  • der psychiatrischen 'Stigmatisierung' entgegenzuwirken, 
  • einen 'Katalog der grundlegenden Gemeinsamkeiten von ASPies' zu erstellen, 
  • alternative Einstellungen und Verhaltensweisen fuer ASPies zu entwickeln und 
  • ermoeglichen, sowohl 'eigenbestimmt leben' als auch dabei 'gut mit anderen klarkommen' zu koennnen.
Die 'Ratschlaege' und andere Uebergriffe von 'an der Norm orientierten Menschen' sind dabei eher weniger 'hilfreich'. Vielmehr irritieren sie eher, sind fuer mich meistens 'nicht nachvollziehbar' gewesen. Solche Sprueche wie "Konzentrier dich mal!", "Gib dir mal Muehe!", "Reisz dich mal zusammen!" haben bei mir immer die (ernstgemeinte!) Frage ausgeloest "Wie soll ich das machen?". Da diese Frage als "frech" bezeichnet und empfunden wurde, habe ich sie mir als Kind irgendwann 'abgewoehnt'. Mein Weg war und ist "selber erarbeiten", 'vormachen' durch andere reicht einfach nicht aus, mir 'Zusammenhang' deutlich zu machen, der fuer mich fuer jedes 'lernen' notwendigerweise klar sein muss. Was im uebrigen auch fuer alle anderen Kinder und 'Kindgebliebenen' gilt.


Behauptungen
Die offensichtlichste aller Gemeinsamkeiten

Fragen ...

... zu "Aspi sein"

100818
Nach welchen Kriterien kann ein Mensch sich selber als 'Aspi' betrachten?
WER liefert diese Kriterien? Hans Asperger?
Wie ist die Abkuerzung "Aspi(e)" entstanden?
Wenn sie aus den USA stammt, ist sie dann analog zu der Abkuerzung "HSP" (high sensitive person) als "autistic spectrum person" entstanden?

Wenn wir von der 'Grundgemeinsamkeit' 'hochsensitiv' ausgehen, wo waere dann die 'Trennlinie' der Abgrenzungskriterien zu den vermuteten "15 bis 20 Prozent Anteil hochsensitiver Lebewesen jeder Population (Elaine Aron)" (HSP) zu ziehen?

Was soll 'neurotypisch' ("NT") bedeuten?
Welche Forschungsgrundlagen hat die Behauptung, dass Aspies sich 'neuronal erheblich und nachweisbar' von anderen Menschen unterscheiden?
Bezieht sich diese These auf 'hoehere Anzahl synaptischer Verbindungen'?
Wie unterscheidet sich diese 'hoehere Anzahl synaptischer Verbindungen' von denen der HSP?

Was fuehrt dazu, dass Aspies Probleme damit haben, "normal" (= "genormt"?) denken, tun, reden zu koennen?

WIE unterscheidet sich das Verhaeltnis von Aspies zu 'Normen' ("was alle denken, tun, sagen"; "was MAN denken, tun, sagen SOLL") von dem 'normgepraegter' Menschen?

Wenn 'AspiLogik' sich aus anderen Quellen speist, eventuell eben 'gegenstaendlichen' statt 'wortsymbolischen', WIE kann Aspi dann seine Aeuszerungen 'kompatibel' machen?

WIE koennen Aspies AUF IHRE WEISE 'mit anderen (insbesondere auch mit 'normgepraegten') Menschen klarkommen'?


'akzeptieren'
... ist mir wohl 'von Kindesbeinen an' 'in Fleisch und Blut uebergegangen'. Das gilt sowohl fuer die "Eigenheiten" ("Macken", "Marotten", "Schrullen" usw.) von Menschen, auch und besonders meiner eigenen, als auch fuer deren Entscheidungen als "SO von ihnen getroffen", auch dann, wenn mir deren Ergebnis nicht zusagt. Denn 'Gegebenheiten' ('Fakten', 'Tatsachen', 'Sachverhalte', 'Situationen', 'Konstellationen') 'SIND nun einmal, WIE sie sind' und 'es geht (mir jedenfalls) darum, damit klarzukommen'. Das 'darin klarkommen' besteht (zumindest fuer mich) allerdings auch darin, die 'Gegebenheiten' in Richtung auf das 'Optimum' "lebenswert" hin zu veraendern. Was also 'macht Zusammenleben lebenswert'?

Stimmungen
Als eben solche 'Gegebenheit' betrachte ich auch 'meine Stimmungen'. Sowohl unter deren 'Hoehen' als auch 'Tiefen' kann ich ausgesprochen 'leiden'. Schon manches, was anderen als 'Kleinigkeit' erscheinen mag, kann mich 'in tiefe Tiefen stuerzen'. Dann bin ich 'ziemlich handlungsunfaehig', mache 'nur das ALLERnoetigste', habe Probleme mit 'einschlafen' und 'durchschlafen', habe 'bloede Traeume'. Aber: Ich AKZEPTIERE diese Phasen als 'Verarbeitungsmodus'! Weder kann ich 'sortieren', noch mag ich 'darueber reden', beides funktioniert bei mir nicht. Das einzige, was mir dabei ein wenig 'hilft' ist 'jammern' ... aber 'nur fuer mich im stillen Kaemmerlein'. Lediglich, aber immerhin, 'funktioniere' ich 'in professionellen Situationen' ... und in meiner 'Badewannenarie'. Vermutlich haengt beides damit zusammen, dass diese Bereiche 'fuer mich faszinierend' sind. In meiner 'Profession' geht es um 'inner- und zwischenmenschliches', das mich von klein auf immer schon stark faszinierte. In meiner 'Badewannenarie' geht es einerseits um meine Konzepte fuer mein 'tun' und 'denken', die ich in eben dieser Profession umsetze, andererseits um "meine Philosophie" die, rein zufaellig, aus meinem 'leben' und 'darueber reflektieren (= betrachten, wie ich meine Umgebung betrachte und mich verhalte)' entstanden ist.

"Himmelhoch jauchzend ... zu Tode betruebt"
... habe ich schon als Jugendlcher fuer mich als 'ziemlich zutreffend' betrachtet und 'als Teil von mir akzeptiert'. Daran hat sich bis heute nichts geaendert.

Die 'Hoehen' (euphorische Stimmungen) sind fuer mich mit 'leiden' verbunden, weil ich in solchen Situationen meinen Mitmenschen "gewaltig auf den Keks gehen" kann. In solche Stimmungen gerate ich ausschlieszlich DURCH die Gegenwart anderer Menschen, naemlich dann, wenn ich mich mit ihnen 'ausgesprochen wohl fuehle'. Dann bin ich in Gefahr, 'zu sprudeln', also 'zu viel zu reden'. Die Steigerung davon nenne ich 'spruehdeln', mit den Impulsen zu singen, zu tanzen oder auch in Reimen zu sprechen. Merke ich diese Stimmung aufkommen, dann 'verziehe' ich mich am liebsten. Denn es gab bisher nur sehr wenige Menschen, die das ertragen oder gar mitmachen konnten.


... zur 'Sozialisation'

100719
Was haben 'normale' Erwachsene gelernt, was erwachsene Aspies nicht gelernt haben?
WELCHE Schwierigkeiten bei 'lernen' sind es, die zu den offensichtlichen Unterschieden gefuehrt haben?
WIE koennen wir Kindern ermoeglichen, so zu lernen, dass sie sich ihrer Einschraenkungen bewusst werden und gerade daraus ihren 'Platz im Gesellschaftsleben' finden koennen?
WIE koennen wir Kindern ermoeglichen, trotz ihres 'sich generell abgelehnt fuehlen' eine generelle Zuneigung zu Menschen entwickeln zu koennen?

100818
Was ist damit gemeint, wenn davon geredet wird, dass junge Aspies "Struktur brauchen"?
Laesst sich dieser Gedanke durch den ersetzen, dass Aspies "ihren eigenen Rhythmus haben und brauchen" (so die Mutter eines Aspies ueber die Beduerfnisse ihres Sohnes)?

Sind die 'Rituale', die bei Aspies oft zu beobachten sind, moeglicherweise eine Art von 'Gegenwehr gegen Uebergriffe'? Ein 'beharren darauf, es so und nicht anders tun zu wollen' reduziert ja letztlich die Fuelle der sensorischen Irritation.

Was resultiert aus der Tatsache 'hochsensitiv'?

Unterstelle ich 'versuchsweise' (wie immer: tastend, 'tentativ') allen Aspies 'sensorisch hochdifferenziert' zu sein, ergeben sich aus meiner Sicht daraus 'notwendige Folgen'. 

Aspies sind von Geburt an 'hochdifferenziert', machen also (erheblich?) mehr Unterschiede bei all ihrem 'tun'. Daraus resultiert wiederum 'hochdifferenzierte Gewichtung', die in 'deutliche Vorlieben und Abneigungen allem und jedem gegenueber' zum ASusdruck kommt. 

Deutlicher als andere Kinder wollen Aspies 'selber herausfinden', 'alles erforschen'.

Gerade das betrachte ich als 'Hindernis dem ueblichen belehrt werden gegenueber'. Denn das damit verbundene "SOOO macht man das!" unterbindet jedes 'eigenstaendig sensorierend erforschen'. Da dieses noch bei Kleinkindern als Voraussetzung von jeglichem 'lernen' beobachtet werden kann, gehe ich davon aus, dass es in (zumindest unserer) 'Enkulturation' SYSTEMATISCH ABTRAINIERT wird.

Das beginnt schon bei 'vorstrukturiertem (""LERN""!)Spielzeug, das dem Kind 'bestimmte (Formen und) Funktionen vorgibt'. Verstaerkt wird es durch die Gewohnheit vieler Eltern, ihr Kind durch

'negieren'
immer wieder nachhaltig zu irritieren:

Es spricht einiges dafuer, dass die Amygdala 'bei Gefahr anspringt' und jegliche Negation mit 'Gefahr' gleichsetzt. Das koennte auch dafuer ausloesend sein, dass Aspies 'Gefahr anders betrachten', weil aufgrund ihrer 'Immunitaet gegenueber symbolischer Interaktion' andere 'Interpretationen des faktischen' bevorzugt werden.




Ueberlegungen zu "Formalitaeten"

100630
Mein Verhaeltnis zu 'Etiketten'
... ist 'leicht gespalten'. Denn auf der einen Seite 'brauchen wir musteraehnliche Vorstellungen ("Gesetzmaeszigkeiten"; "Vorurteile"), um uns orientieren zu koennen', auf der anderen Seite koennen 'Festlegungen' unser 'moegliches tun' sehr einschraenken. Der Mensch, der einem anderen 'ein Etikett verpasst', sieht dieses von da an 'stets im Vordergrund' und interpretiert jedes Verhalten dieses Menschen aus diesem Blickwinkel ("Halo-Effekt").
Der Mensch, der das Etikett verpasst bekommen hat, wird dadurch 'befangen', egal, ob das Etikett fuer ihn mehr oder weniger angenehm ist. Ist es ihm 'weniger angenehm', reduziert sich fuer ihn die Zahl seiner Verhaltensmoeglichkeiten in diesem Bereich. Ist es fuer ihn 'sehr angenehm', kann er dadurch 'befangen' sein, dass in diesem Bereich 'Maszstaebe der anderen' entstehen, an denen sein Verhalten zukuenftig gemessen werden kann.

100504
"Worte" sind fuer mich als 'physistisch gepraegter' Mensch 'Symbole, die FUER etwas stehen', also 'Mittel mit Hinweischarakter'. Der damit bezeichnete Gegenstand wird von mir mehr oder minder bildhaft imaginiert, immer auf mein eigenes 'erleben', auf 'erlebte und moegliche Situationen' bezogen. Jede Abstraktion, sowohl mathematische Formeln als auch philosophische Termini, ist fuer mich 'Zusammenfassung von Situationen', ist also 'auf konkrete Sachverhalte bezogen'. Die anderen sogenannten 'Abstraktionen' kapiere ich eben einfach nicht ... und akzeptiere das.

100528
Neuerdings ueberlege ich, ob fuer mich "AufmerksamkeitsDefizitSyndrom" zutreffend sein koennte. Mir ist schon seit sehr vielen Jahren 'klar', dass ich 'oft sehr zerstreut' bin, 'meine Gedanken wie die Laemmer ueber die Wiese huepfen' oder auch 'wie Schmetterlinge von Bluete zu Bluete flattern'.

Vor einigen Monaten hatten wir in der Selbsthilfegruppe das Nebenthema "Reihenfolgen einhalten". Einige konnten fuer sich feststellen, dass es ihnen schwer faellt, 'vorgegebene Reihenfolgen einhalten' zu koennen.


100427
Das 'erheblich anders' beschraenkt sich letztlich auf eine 'physistische (von Sinneseindruecken gepraegte) Sicht', der auf dem anderen Extrempol der Skala eine 'phaenomenalistische (von ""Be(=hineingelegten)Deutungen"" gepraegte) Sicht' der kulturkonformen Menschen (des 'westlichen' Kulturkreises) gegenuebersteht. Aus einer 'physistischen Sicht' ist 'empfinden' vorrangig, 'empfinden' als einerseits 'auf den Koerper hoeren', andererseits 'den EIGENEN Impulsen folgen' (... welchen denn sonst?!).
Kulturkonforme Menschen tendieren dazu, die eigenen Impulse zu verbergen und sie 'hinten herum den anderen den anderen unterzujubeln'. Fuer sie ist es vorrangig, sich an dem zu orientieren, "was die anderen denken (koennten)". Durch 'soziale Kontrolle' sind sie dazu angehalten, "Gefuehle verbergen" zu sollen. Das fuehrt bei ihnen tendenziell dazu, staendig 'Gefuehl und Sache vermischen' zu muessen. Aspies koennen das moeglicherweise besser trennen.
Kulturkonforme Menschen waeren demnach 'permanent von verborgenem Eigeninteresse getrieben'. Sie leben in dem Wahn, 'sachlich' zu sein, waehrend sie dabei 'Geschmack' und 'Meinung' als 'emotionale Wertungen' in den Vordergrund stellen.

Demgegenueber neigen 'physistisch gepraegte' Menschen dazu, sowohl ihre Interessen als auch ihre Empfindungen 'sehen zu lassen'. Sie koennen daher leichter bemerken, jede 'kleinste Sache' (wie z. B. 'Zahl', 'Spielkarte' usw.) mit Gefuehlen zu verbinden.

Fuer Aspies entsteht daraus ein Wechselbad der Gefuehle, sich mit den direkten und indirekten Kritiken kulturkonformer Menschen auseinanderzusetzen. Der Anpassungsdruck konformer Menschen zwingt ihnen (scheinbar!) auf, 'merkwuerdige Spiele' mitzumachen, deren Folgen aus physistischer Sicht nur allzu oft 'sachwidrig' sind.

Meine Ueberlegungen zu meinem "Ich bin ein Aspi(e)"

Nach meinem ersten bewussten 'Forschungsprojekt' im 16. Lebensjahr "Was meinen die anderen mit 'Prinzipien haben'?" folgte im 20. Lebensjahr mein zweites, das mich bis heute beschaeftigt: "WIESO bin ich so ERHEBLICH ANDERS als andere?".
Dieses 'erheblich anders' aeuszerte sich weniger in meiner 'ziemlich normalen' Lebensfuehrung, als vielmehr in meiner ART von 'denken und handeln':

'Norm' als 'zu befolgende Vorschrift' moechte ich auf ihre 'Funktionalitaet' und Folgen ueberpruefen duerfen. Es charakterisiert mich seit meiner fruehesten Kindheit, das immer schon bis ins kleinste Detail getan zu haben. Daher finde ich es ziemlich absurd, mir von normkonformen Menschen sagen zu lassen, welche Defizite mein Verhalten in ihren Augen aufweist. Denn sie fragen mich dabei nicht, weshalb mir die eine oder andere Norm als 'ziemlich widersinnig' vorkommt. Sie scheinen weniger an den Folgen ihrer Normen als an deren Befolgung interessiert zu sein.

Insofern ist es mir ein dringendes Anliegen, die genormten Kategorien und Etikettierungen von allen Seiten zu betrachten, wie ich das mit allem anderen auch mache. Die Kategorie "Autismus" sollte von denen mit Inhalt und 'Leben' gefuellt werden, die sich diesen Schuh anziehen wollen. Dazu gehoere auch ich.

Die Tendenz normgepraegter Menschen, ihre Normen absolut setzen zu wollen, kann ich durchaus nachvollziehen und moechte ihnen das auch gern lassen. Da es mir zuwider ist, andere Menschen zu beeintraechtigen, moechte ich sie gern "so lassen, wie sie sind" und auch gern "mit ihnen klarkommen".

Normgepraegte Menschen scheinen dazu zu neigen, Normabweichungen anderer Menschen als ''Angriff auf ihre Ueberzeugungen" zu betrachten. Dementsprechend reagieren sie mit einem aus ihrer Sicht 'gerechtfertigten' Gegenangriff. Normen zu kennen und sie als 'wichtig fuer den anderen' zu akzeptieren ist daher fuer uns unerlaesslich. Soweit wir 'in der Sache bleiben', uns aus 'Meinungsstreit' heraushalten und uns 'kulturneutral' verhalten koennen, haben wir recht gute Chancen, mit allen anderen klarzukommen. Die 'paar kleinen Eigenheiten' die dann noch uebrig bleiben, koennen wir durch permanente Lernbereitschaft ausgleichen.

Mit meinem eigenen "beeintraechtigen anderer" werde ich immer wieder einmal konfrontiert, sobald dieses mir deutlich wird. Dann ist es mir wichtig, daraus zu lernen und bei mir etwas zu aendern. Dabei aendere ich "das, was zu meinem Verhalten gefuehrt hat", also dessen Grundlagen.

Aus meiner Teilnahme an der Selbsthilfegruppe  ist mir klar geworden, dass es Aspies ein zentrales Anliegen ist, mit anderen Menschen 'klarzukommen'. Unter Aspies scheint das etwas einfacher zu sein, weil die verbindenden Gemeinsamkeiten zum Teil auch 'aehnliche Blickwinkel' erzeugen. Doch wir sind 'gebrannte Kinder', da die Folgen unseres 'ERHEBLICH anders' jedem von uns 'viel Aerger' eingebracht haben, der teilweise zu 'generell groszer Distanz zu anderen Menschen' gefuehrt und unser durchaus vorhandenes 'Gesellungsbeduerfnis' in den Hintergrund gedraengt hat. Zudem haben auch wir teilweise 'genormtes Verhalten' unbemerkt uebernommen, das uns auch untereinander beeintraechtigt. 

Als Grundlage der 'aehnlichen Blickwinkel' betrachte ich sowohl 'aehnliche Beduerfnisse' als auch 'aehnliche Beeintraechtigungen durch Umweltfaktoren'. Beeintraechtigt sind wir aus meiner Sicht staerker als andere Menschen sowohl durch 'materielle Gegebenheiten' wie etwa 'Laerm' usw.,als auch 'soziale Gegebenheiten' wie etwa 'Hektik', 'Aggressivitaet', 'Druck', 'Gegnerschaftlichkeit'.

Konzepte

Aus jedem der im 'Katalog' angefuehrten Merkmale, die ich fuer mich als 'meine Macken, Mucken und Marotten' akzeptiert habe, habe ich fuer mich 'eine Tugend gemacht'. Und nicht nur das, sondern ich habe aus diesen und weiteren 'Tugenden' praktisch anwendbare und 'leicht umsetzbare' Konzepte entwickelt, die zwar  'etwas exotisch', aber doch weitestgehend 'kompatibel mit konformem Verhalten' sind. Diese Konzepte moechte ich hier allen Menschen zur Verfuegung stellen.
Entscheidend fuer ihre 'Kompatibilitaet' ist moeglicherweise, dass 'ich es akzeptiere und keinen Hehl daraus mache'. Schwierig dabei ist allerdings die Tatsache, dass das resultierende Verhalten a) teilweise 'kulturfremd'  und daher b) 'erlaeuterungsbeduerftig' und c) 'gewoehungsbeduerftig', jedoch d) in jedem Falle 'hochfunktional' ist. Auch 'hoehere Funktionalitaet' ist dazu geeignet, andere Menschen zum Widerstand anzuregen, da sie 'SICH als ganze Person infrage gestellt' sehen. Die meisten Menschen unseres Kulturkreises empfinden ihre Erklaerungsmodelle und ihr Verhalten dadurch infrage gestellt. 





(wird fortgesetzt ... z.B. wenn Sie uns per eMail nach näheren Einzelheiten fragen, wir schicken Ihnen die Fortsetzung gerne zu. Entweder als 'newsletter' oder auf Ihre direkte Anfrage auch als direkte Antwort per eMail) 
 
 
 

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